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Justine Otto schafft eine künstliche Realität, die voll Härte und zugleich voll Ironie „den Nerv einer Gegenwart trifft, in der die Gegensätze eingeebnet sind oder explodieren“ (Jean-Christophe Ammann 2011). Dafür erfindet die Künstlerin immer wieder neue, ganz eigene Metaphern und schafft symbolisch aufgeladene Requisiten. Der Weg zum Bühnenhaften ist da nicht weit. In ihrer „Wohnzimmerinstallation“ arrangiert sie zusammen mit Kleinmobiliar und einer Serie grotesker Ölbilder eine ganze Sammlung ausgestopfter Tiere: Füchse, Marder, ein Flussregenpfeifer, ein Zähne fletschender Wolf. Als ob es sich zwischen solchen Stücken leben ließe. Als ob wir nicht eh schon, umringt von grotesken Szenarien, überleben müssen. Justine Ottos Bildwelt ist voll davon und wir verstehen sie genauso wenig wie die Welt, in der wir leben. Wer Wärme sucht, ist schon erfroren. Dieser Kosmos hat seine Geschichte längst schon hinter sich gelassen, nichts wird erzählt, auch wenn es nach Erzählung ruft.
Es sind Inszenierungen, die Justine Otto als geschickte Regisseurin eines Panoptikums ausweisen, das Widersprüche zeigt, die sich klaren Bewertungen entziehen, die weder optimistisch noch rein pessimistisch stimmen. Vielleicht bedarf es dafür erst noch eines Begriffs: „Impossibilismus“ könnte passen. 

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